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 Horrorszenario im Gleinalmtunnel

 

Am Mittwoch, dem 27. Juni 2017 fand eine abschnittsübergreifende Abschlussübung des Abschnittes St. Michael in der neuen Tunnelröhre des Gleinalmtunnels statt. Die beteiligten Kameradinnen und Kameraden mussten sich einer herausfordernden Übungsannahme stellen, die wie folgt lautete:

Ein in Richtung Norden fahrender Reisebus geriet in Brand. Der Buschauffeur konnte den Bus noch in der nächsten Pannenbucht anhalten. Die Businsassen versuchten selbst mit den vorhandenen Löschmitteln den Brand unter Kontrolle zu bringen. Einige Insassen flüchteten zu Fuß in Richtung Nordportal. Indessen blieben drei  Personen in der Nähe des Busses. Aufgrund der sehr starken Rauchentwicklung kam es zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Fahrzeuglenker fuhr auf dem vor ihm fahrenden LKW auf und wurde dabei unbestimmten Grades verletzt.

Gegen 19:30 Uhr wurden die Feuerwehren St.Michael, St. Stefan, Madstein, Übelbach und Deutschfeistritz zu einem Unfall im Norden des Gleimalmtunnels alarmiert. Nach Erkundung der Einsatzleitung St. Michael wurde rasch die Nachalarmierung laut Alarmplan veranlasst. Beim Nord- sowie auch beim Südportal wurde jeweils eine Einsatzleitung mit dem dazugehörigem Fahrzeug aufgebaut. Die ersteintreffenden Feuerwehren fuhren unter schwerem Atemschutz (BG4) in die „alte" Tunnelröhre ein. Beim Übergang zur neuen Röhre „EQ8" begannen mehrere Atemschutztrupps umgehend mit der Menschrettung. Gleichzeitig begann ein Trupp mit der Brandbekämpfung und stellte dabei fest,  dass es sich bei dem brennenden Fahrzeug nicht wie angenommen um einen PKW, wie alarmiert, sondern um einen Reisebus handelte. Die nachkommenden Einsatzfahrzeuge stellten Atemschutzreservetrupps auf.  Die geborgenen Personen konnten sofort an das Einsatzteam des Österreichischen Roten Kreuzes übergeben werden.

Aufgrund des Staus kam es um 20:00 Uhr erneut zu einer Kollision zweier PKWs auf der S6 auf  Höhe Knoten St. Michael in Fahrtrichtung Leoben. Die Kameraden der Feuerwehr Kraubath und der Feuerwache Lobming übernahmen den Einsatz. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, bargen die beiden verletzten Personen und bauten einen präventiven Brandschutz auf. Die ausgeflossen Betriebsmittel wurden gebunden und die Fahrbahn von Unfallrückständen befreit. Anschließend begaben sich die Einsatzkräfte ebenfalls zum Brand im Gleinalmtunnel. Dort konnte nach einiger Zeit schließlich „Brand aus" gegeben werden. Zwei Rettungstrupps suchten währenddessen noch weiter nach den drei vermissten Personen im Umkreis des Busses, die nach langer Suche auf Höhe des EQ 4 gefunden werden konnten.

Nach dem Versorgen der Gerätschaften lud die ASFINAG die gesamte Mannschaft und Übungsbeobachter im Gebäude der Autobahnmeisterei zu einem Imbiss, der von den Kameraden des ÖRK zubereitet wurde, ein.

Unter den zahlreichen Übungsbeobachtern befanden sich unter anderem auch  der Referatsleiter der Landeswarnzentrale Herr Günter Hohenberger, Katastrophenschutzreferent der BH Leoben Herr Ing. Alexander Horvath, die beiden Bereichsfeuerwehrkommandanten Herr OBR Gerhard Sampt und Herr OBR Manfred Harrer sowie der Bürgermeister der Marktgemeinde St. Michael Herr Karl Fadinger.

Eigesetzte Kräfte:

Bereich Leoben

St. Michael:

MTF-A – 2 MannRLFT-A  1 – 7 MannRLFT-A 2 – 7 MannPuch-G – 3 Mann

St. Stefan:

RLF – 7 Mann

Madstein:

TLF-A – 6 Mann

Kaisersberg:

LFB-A – 9 MannMTF-A – 5 Mann

Donawitz:

ASF – 2 Mann

Leoben-Stadt:

ELF – 3 Mann

ÖRK:

2x Kdo.2x Notarzt10x RTW

Insgesamt 28 Mann

Bereich Graz-Umgebung

Übelbach:

MTF-A – 8 MannKRFS-Tunnel – 4 MannRLF-T – 7 MannLKW-A – 5 Mann

Deutschfeistritz:

KRFS-Tunnel – 5 MannRLFA 2000 – 7 MannMFT – 3 Mann

Friesach/Wörth:

RLFA 2000 – 6 Mann

Frohnleiten/Stadt:

MZF – 3 Mann

Peggau:

VFA – 2 Mann

BFV Graz-Umgebung:

ELF – 3 Mann

Autobahnpolizei

2 Fahrzeuge – 4 Mann

ASFINAG

Reisebus wurde von der Firma Ebner aus Kammern zur Verfügung gestellt.

Text: LM d.V. Marion Harrer (FF St. Michael)

Bilder: LM d.V. Marion Harrer  (FF St. Michael) und OBI Heinz Wölfler (FF St. Stefan)

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